Infrarotheizung – Günstige Alternative zu konventionellen Heizsystemen

Wenn Sie darüber nachdenken ihr konventionelles Heizsystem auszutauschen oder Zusatzheizungen anzuschaffen, sind Infrarotheizungen die denkbar günstigste und unkomplizierteste Alternative. Die Anschaffungs-, Betriebs- und Wartungskosten sind niedrig, die Bedienung sehr einfach und für die Gesundheit können Infrarotheizungen sogar förderlich sein.Auf infrarotheizung-portal.de erhalten Sie alle wichtigen Informationen zur Funktionsweise, Kauf, Montage, Verbrauch und individuellen Ausführungen von Infrarotheizungen.

1. Funktionsprinzip

Herkömmliche Heizsysteme erwärmen meist die Luft im Raum, was zur Folge hat, dass sich diese in Bewegung setzt und es zu Luftzirkulation im Raum kommt. Dadurch verteilt sich die Wärme nicht nur sehr ungleichmäßig im Raum, auch Staub wird aufgewirbelt, das Raumklima wird als oftmals als sehr trocken und unangenehm empfunden, gewünschte Temperaturen werden nur langsam erreicht und darüber hinaus geht die Wärme, beispielsweise durch das Öffnen eines Fensters, sehr schnell wieder verloren.
Infrarotheizungen arbeiten vollkommen anders. Hierbei handelt es sich um Strahlungsheizungen, das bedeutet, sie produzieren keine Konfektionswärme wie konventionelle Heizungen, sondern Strahlungswärme in Form von Infrarot-C-Strahlen. Diese Strahlung erwärmt alle Gegenstände, Personen und Wände, welche sich im Strahlungsbereich von circa drei Metern befinden. Die angestrahlten Objekte ihrerseits geben einen Teil der gespeicherten Wärme dann wieder an den Raum ab.
Übersicht verschiedener Infrarotheizungen Modelle

1.1. Infrarot-C-Strahlung – Heizen mit der Kraft der Sonne

Infrarotstrahlung ist ein Überbegriff für elektromagnetische Wellen im Spektalbereich zwischen sichtbarem Licht und langwelligen Teraherzstrahlen. Dabei werden drei verschiedene Arten von Infrarotstrahlen unterschieden:

  • Kurzwellige Infrarot-A-Strahlen
  • Kurzwellige Infrarot-B-Strahlen
  • Langwellige Infrarot-C-Strahlen

Infrarotheizungen arbeiten, genau wie die Sonne, dem größten uns bekannten Produzent von Infrarot-C-Strahlen, mit den langwelligen Infrarot-C-Strahlen. Das Heizen mit Infrarot-C-Strahlen lässt sich also sehr gut mit einem ausgiebigen Bad in der Sonne vergleichen. Die Strahlen dringen tief in die Haut und es breitet sich ein wohlig warmes und sehr angenehmes Gefühl aus. Um das Wirkprinzip noch genauer zu veranschaulichen, denken Sie an das Meer: Das Wasser würde sich niemals aufwärmen, würde die Sonne lediglich die Luft erwärmen. Nur durch das Eindringen der Infrarot-C-Strahlen ins Meer kann dieses erwärmt werden.

1.2. Ist Infrarotstrahlung gefährlich?

Vergleicht man Infrarotheizungen mit der Sonne, stellt sich sicherlich die Frage, ob wir, genau wie von einem zu langen Aufenthalt direkt in der Sonne, durch Infrarotheizungen Schäden wie beispielsweise Sonnenbrand davon tragen können. Seien Sie beruhigt, es besteht keine Gefahr! Was einen Sonnenbrand verursacht sind nicht die Infrarot-C-Strahlen mit welchen Infrarotheizungen arbeiten, sondern die gefährlichen UV-Strahlen, welche von der Sonne produziert werden.

Auch sonst ist das Heizen mit Infrarotheizungen sehr sicher. Die Oberfläche der Paneele erhitzt sich auf höchstens 90° bis 100° Celsius. Bei Kurzer Berührung besteht keine Gefahr vor Verbrennungen. Darüber hinaus sind die Heizkörper meist mit Sicherheitssensoren versehen, welche vor Überhitzung schützen und im gegebenen Fall dafür sorgen, dass sich die Infrarotheizung selbstständig ausschaltet. Zudem sind viele Paneele TÜV- oder GS-geprüft und mit der Schutzklasse IP44 (Schutz vor Spritzwasser) versehen.

1.3. So lange brauchen verschiedene Infrarotheizungen um auf Temperatur zu kommen

TemperaturreglerJe nach Material, erwärmt sich die Oberfläche nach 5 bis 30 Minuten auf die gewünschte Temperatur: ein klassisches Paneel aus Stahl gibt bereits nach 5-8 Minuten ihre Strahlungswärme an den Raum ab, Infrarotheizungen aus Glas, wie beispielsweise die Bildheizungen von IR-Experten, braucht 8 bis 12 Minuten um auf Temperatur zu kommen. Mit Abstand am längsten brauchen Natursteinheizungen mit 15 bis 30 Minuten. Dies liegt darin begründet, dass der Stein die Wärme zunächst speichert, bevor er sie dann an den Raum abgibt. Je dicker dabei der Stein, desto länger dauert es, bis Wärme abgestrahlt wird.

Halten Sie in diesem Zusammenhang im Hinterkopf, dass Infrarotheizungen den Raum dadurch aufheizen, dass sie die Objekte im Raum erwärmt. Folglich kann ein Raum nur sehr schwer auf Temperatur gebracht werden, wenn sich keine Objekt, also z.B. Möbelstücke, in diesem befinden.

1.4. Effektives Heizen im Stationären Zustand

Wie oben beschrieben, erwärmen Infrarotheizungen die Umgebungsflächen, also beispielsweise die Wände, im entsprechenden Raum. Diese speichern die Wärme sehr gut und die Infrarotheizkörper brauchen, haben sie den Raum einmal auf Temperatur gebracht, nur sehr wenig Energie, weil sie nur noch von Zeit zu Zeit nachheizen müssen, um die gewünschte Temperatur zu halten.

Für Sie als Nutzer bedeutet dieses Funktionsprinzip, dass Sie Ihre Paneele etwas zurück drehen aber nicht ausschalten sollten, wenn Sie das Haus verlassen. So können die Infrarotheizungen nachheizen, wenn es nötig ist, schalten sich in der Zwischenzeit aber selbstständig aus (Voraussetzung hierfür ist ein programmierbares Thermostat). Auf diese Weise bleibt die in den Hüllflächen gespeicherte Wärme erhalten und muss nicht mit viel Energieaufwand ständig neu produziert werden. Diesen Zustand nennt man Stationären Zustand, welcher beschreibt, dass die Paneele den Raum bei minimalem Verbrauch gleichmäßig warm halten.

So sollten Sie Ihre Paneele bei einer gewünschten Raumtemperatur von 21°C auf circa 15° oder 16° Grad einstellen, wenn Sie das Haus für die Arbeit oder sonstige Erledigungen verlassen.

Eine Ausnahme hierzu ist das Badezimmer, also ein Raum, welchen Sie meist nur stundenweise nutzten. Hier würde es keinen Sinn machen, den ganzen Tag zu heizen. Lassen Sie die Infrarotheizung mithilfe eines programmierbaren Thermostaten sich hier idealerweise 30 Minuten vor der Benutzung anschalten und stellen Sie die Heizung nach Verlassen des Raums wieder ab.

2. Anwendungsgebiete für Infrarotheizung

Infrarotheizungen lassen sich in vielen verschiedenen Bereichen und zu verschiedensten Problemlösungen einsetzten. So kann Sie nicht nur warm halten, auch Schimmel kann durch die Strahlungswärme effektiv vorgebeugt und bekämpft werden, medizinische Behandlungen können unterstützt werden und beim Hausbau werden Infrarotheizung häufig zur Bautrocknung eingesetzt.

Infrarot Spiegelheizung

Infrarotspiegelheizung

2.1. Infrarotheizung als Hauptheizsystem

Infrarothpaneele können in Wohnungen, Häusern, Neu- und Bestandsbauten bei guter Planung als primäres Heizsystem eingesetzt werden. Sie kann zudem mit anderen Heizsystemen wie Photovoltaikanlagen, Kaminöfen oder Lüftungsanlagen kombiniert werden und ist die günstigste Alternative zu konventionellen Heizsystemen welche mit fossilen Brennstoffen heizen. Besonders in Neubauten bietet sich eine Nutzung von Infrarotheizungen aufgrund der guten Isolierung an: Selbst bei Außentemperaturen um die 0° C ist es Innen oft noch um die 15° C warm und Infrarotpaneele können hier mit sehr geringem Stromverbrauch für wohlige Temperaturen sorgen.

Der niedrige Verbrauch, geringe Anschaffungskosten und das einzigartig individuelle Design von Infrarotheizungen machen diese sehr attraktiv wenn Sie innovativ und platzsparend heizen möchten.

Auch in Alt- und Bestandsbauten ist es möglich mit Infrarotheizungen zu arbeiten, allerdings ist hier eine exakte Planung im Voraus Grundvoraussetzung. So sollte die Beschaffenheit der Gemäuer, deren Isolation und die Beschaffenheit der Fenster unbedingt untersucht werden, bevor Infrarotheizungen angeschafft werden.

2.2. Infrarotheizung als Zusatzheizung

Auch als Zusatzheizung zu bestehenden Heizungen können Infrarotheizungen sehr gut genutzt werden. So nutzen viele Kunden die Paneele beispielsweise zur Überganszeit wenn ihre Zentralheizung noch nicht angestellt ist um so schnell und effektiv auf wechselhafte Wettergegebenheiten reagieren zu können oder in bestimmten Räumen, beispielsweise dem Badezimmer, für höhere Temperaturen zuzuheizen.

Möchten Sie Infrarotheizungen als Unterstützung zur oft etwas trägen Fußbodenheizung nutzen, platzieren Sie diese im entsprechenden Raum circa 20 cm über dem Fußboden. Auf diese Weise wird dieser sehr schnell erwärmt.

2.3. Infrarotheizung als Alternative zu Nachtspeicherheizungen

Nachtspeicheröfen sind nicht nur platzraubend und oft teuer im Verbrauch, auch das Heizverhalten ist mit ihnen eher unflexibel. Mit Infrarotheizungen hingegen können Sie viel gezielter heizen und unschönen Heizkörper werden gegen unauffällige und platzsparende Infrarotheizungen ausgetauscht. Während für die Installation von herkömmlichen Heizsystemen meist größere Umbauarbeiten von Nöten sind, lassen sich Infrarotheizungen meist mit den von Nachtspeicherheizungen vorhandenen Leitungen montieren. Während Umrüstungen auf klassische Heizsysteme mit der Verlegung neuer Rohre und Leitungen und einem sehr großen zeitlichen Aufwand nicht selten fünfstellige Beträge verschlingen, kann auf Infrarotheizungen sehr unkompliziert und kostengünstig umgerüstet werden.

Darüber hinaus bestechen Infrarotheizungen im Gegensatz zu Nachtspeicheröfen auch dadurch, dass kaum Wartungskosten auf Sie zukommen. Einmal installiert, arbeiten Infrarotheizungen über Jahre ohne Verschleiß. Zudem kann der Stromverbrauch durch die Umrüstung von Nachtspeicherheizungen auf Infrarotheizungen um bis zu 50% reduziert werden.

Bei Interesse stellen wir für Sie gerne Kontakt zu Kunden her, welche die Umstellung von Nachtspeicheröfen auf Infrarotheizungen bereits erfolgreich vollzogen haben.

2.4. Infrarotheizung in Geschäftsräumen

Infrarotheizung an der RezeptionArbeitgeber sollten es nicht unterschätzen, wie wichtig ein angenehmes Raumklima am Arbeitsplatz für die Effektivität der Mitarbeiter ist. Bei trockener Luft und ständiger Staubaufwirbelung, wie oftmals bei klassischen Heizungen vorzufinden, lässt sich nur schwerlich motiviert arbeiten. Noch dazu sind sich Arbeitnehmer oftmals nicht über gewünschte Temperaturen im Büro einig: Während der eine es eher kühl mag, friert ein anderer und beschwert sich über zu niedrige Temperaturen.

In all diesen Fällen sind Infrarotheizungen die ideale Lösung! Mit ihnen lässt sich ein sehr angenehmes Raumklima schaffen, welches schonend für die Schleimhäute ist und keinen Staub aufwirbelt. Platzieren Arbeitgeber an jedem Arbeitsplatz ein Paneel, können Arbeitnehmer zudem selbst bestimmen, wie warm oder kalt sie es an ihrem Schreibtisch haben möchten. Sie können schnell und unkompliziert die Temperaturen ändern, so z.B. für immer warme Füße sorgen. Als Arbeitgeber bringen Sie mit der Installation von Infrarotheizungen folglich einen großen Beitrag, nicht nur zum Raumklima, sondern zum Arbeitsklima allgemein!

2.5. Infrarotheizung auf Booten, in Ferienhäusern und Wohnmobilen

Auch in diesen Fällen können Infrarotheizungen als günstige und sehr einfach zu bedienende Lösung dienen. So stellen beispielsweise viele Campingplätze 220-Volt-Landstrom zur Verfügung und auch in Wohnmobilen ist die Infrarotheizung die ideale Alternative zur Gasheizung. Viele Kunden kombinieren diese zwei Heizsysteme auch miteinander umso Gas zu sparen.

Infrarotheizungen haben dabei den Vorteil, dass sie abgasfrei sind, keine Staubaufwirbelung und dicke Heizluft produzieren und Sie sehr flexibel und punktuell heizen können.

So können Sie im Winter beispielsweise die Grundwärme durch Gas sichern und wann immer benötigt, mit einer Infrarotheizung nachheizen. Für einen noch flexibleren und mobilen Gebrauch sind Infrarotheizungen auch auf Standfüßen erhältlich.

2.6. Infrarotheizung für Tiergehege

Viele Tierarten hätten es gerne warm, so zum Beispiel viele Reptilienarten. Aber auch an der Decke in Pferdeboxen oder in der Nutztierzucht können Infrarotheizungen, besonders im Winter, sehr nützlich sein und bei niedrigem Verbrauch ein Segen für Tier und Halter sein.

Unser auf Infrarotheizungen spezialisierter Energieberater steht Ihnen bei der individuellen Planung gerne auch vor Ort mit seiner jahrelangen Erfahrung zu Seite!

2.7. Infrarotheizung für Asthmatiker und Allergiker

Das von herkömmlichen Heizsystemen produzierte sehr trockenes Raumklima, die Gefahr vor Schimmelbildung und das ständige Aufwirbeln von Staub macht besonders Menschen mit Asthma oder Allergien schwer zu schaffen. Konventionelle Heizungen unterstützen die Krankheiten und Symptome verschlimmern sich oftmals! Infrarotheizungen hingegen können der Gesundheit bei Beschwerden dieser Art sehr förderlich sein! Sie schaffen ein angenehmeres Raumklima ohne Zirkulation von Luft und Staub. Zudem wird mit dieser Technik nicht die Luft im Raum ausgetrocknet, sondern die Wände, Feuchte verringert und so gegen Schimmelbildung helfen kann.

2.8. Infrarotheizung im Wellness-Bereich und bei physiotherapeutischen Behandlungen

Bei Spa- oder physiotherapeutischen Behandlungen ist ein angenehmes und warmes Klima nicht nur aus Aspekten der Atmosphäre erstrebenswert, es beeinflusst in vielen Fällen sogar das Behandlungsergebnis. Infrarotheizungen können hier mit ihren Infrarot-C-Strahlen einen wichtigen Beitrag zum Behandlungserfolg leisten. Dadurch, dass die Strahlung tief in die Haut eindringt, kann sie beispielsweise helfen Muskelverspannungen zu lösen oder Gelenkschmerzen, z.B. von Rheumapatienten, zu lindern. Darüber hinaus stärken Infrarot-C-Strahlen das Immunsystem und regen die allgemeine Blutzirkulation des Körpers an.

Idealerweise installieren Sie die Paneele direkt über den Behandlungsliegen und schalten diese kurz vor der Behandlung an.

2.9. Infrarotheizung zur Bautrocknung

Zur Bautrocknung werden Infrarotheizpaneele erfolgreich eingesetzt. Hier können sie helfen, feuchte Wände, beispielsweise nach einem Wasserrohrbruch, zu trockenen.

Bei herkömmlichen Verfahren werden zur Entfeuchtung von Wänden meist Heizlüfter und Kondenstrockner verwendet. Da die Wärme dieser Apparaturen jedoch wenig zielgerichtet ausgeht und zum Großteil nur die Raumluft aufgeheizt wird, kann sich der Trocknungsprozess so oftmals über viele Tage, eventuell sogar über Wochen hin ziehen. Während dieser Zeit muss eine erhebliche Belästigung durch Lärm, Staubaufwirbelung und eine sehr trockene Luft in Kauf genommen werden.

Ein anderes gängiges Verfahren ist die Bautrocknung mit hochenergetischen Mikrowellen. Dieses Verfahren ist nicht nur recht teuer, von der elektromagnetischen Strahlung geht auch eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Gesundheit aller Personen in Reichweite aus. Zudem können diese Mikrowellen die zu trocknenden Gebäudeteile nur sehr ungleichmäßig trocknen, was dazu führen kann, dass sich an vereinzelten Stellen die Hitze sehr staut und so, besonders bei Bauteilen aus Holz, akute Brandgefahr besteht.

Bei der Verwendung von Infrarotheizungen zur Bautrocknung hingegen verkürzt sich die Zeit welche zum Trocknen benötigt wird enorm. Dies liegt darin begründet, dass Infrarotheizplatten Strahlungsheizungen sind. Sie erwärmen also nicht vornehmlich die Luft im Raum, sondern wirken direkt auf die zu trocknende Wand. Zudem entfallen die oben genannten Nachteile: Infrarotheizungen wirbeln keinen Staub auf, sind geräuscharm und vernichten Schimmelsporen bereits auf der Wand, noch bevor sie sich über die Luft im Raum verteilen können.

3. Infrarotheizung Preise

Infrarotheizungen gibt es auf dem freien Markt in vielen verschiedenen Ausführungen, aus verschiedenen Materialien und in verschiedener Qualität von vielen unzähligen Herstellern und Anbietern. Um im Dschungel des Angebots nicht den Überblick zu verlieren, achten Sie beim Kauf auf:

3.1. Infrarotheizung aus Stahl, mit Spiegelfläche, aus Naturstein oder Glas

Infrarotheizplatten gibt es aus verschiedenen Materialien mit unterschiedlichen Heizeigenschaften. Ein klassisches Paneel ist meist aus einem Gehäuse aus Stahl. Möchten Sie sich im Badezimmer nie wieder über beschlagenen Spiegel ärgern, ist eine Infrarotheizung als Spiegel die richtige Wahl. Infrarotheizungen aus Glas gibt es mit Digitaldruck – die Heizung ist dann nicht als solche erkennbar und wirkt wie ein normales Bild. Natursteinheizungen haben mit mindestens 25 Jahren und kaum Verschleißerscheinungen eine sehr lange Lebensdauer.

3.2. Infrarotheizung individuell nach Ihren Bedürfnissen

Infrarotheizungen aus allen oben vorgestellten Materialien gibt es in individuellen Ausführungen um Ihren Wünschen und Bedürfnissen gerecht zu werden. So werden die Heizplatten beispielsweise mit oder ohne Rahmen, mit sandgestrahltem Rahmen, mit LED-Beleuchtung oder integriertem Thermostat angeboten. Darüber hinaus können Sie Bildheizungen auch mit einem persönlichen Motiv nach Ihren Vorstellungen bedruckt werden.

3.3. Preisunterschiede

Die Preise für Infrarot Heizungen variieren auf dem Markt sehr stark. Es werden sehr günstige Modelle von Billiganbietern aber auch sehr hochpreisige Modelle von Markenherstellern angeboten. Dabei kommt unweigerlich die Frage auf, wie solch zum Teil gravierende Preisunterschiede für eine technisch identische Heizplatte zustande kommen können.

Folgende Umstände beeinflussen die Preisbildung:

3.3.1. Kosten für Material

Verschiedene Rohstoffe kosten unterschiedlich viel. So ist Stahl zum Beispiel um ein Vielfaches günstiger als Naturstein oder Glas, welches recht aufwendig produziert werden muss, besonders dann, wenn es mit einem Digitaldruck verstehen wird welcher sehr hohe Temperaturen über mehrere Jahre aushalten sollte. Je teurer also das verarbeitete Material und je aufwendiger die Verarbeitung der verwendeten Rohstoffe, desto teuer sind die Infrarotheizungen.

3.3.2. Qualitätsstandards verschiedener Herkunftsländer

Wo und unter welchen Qualitätsstandards eine Heizplatte hergestellt wird, schlägt sich meist im Preis nieder. So sind aus deutschen Materialien in Deutschland gefertigte Paneele meist etwas teurer, durch hohe Qualitätsstandards aber auch sehr hochwertig und langlebig. Ein solcher Fokus auf hohe Qualität macht bei der Produktion von Infrarotheizungen durchaus Sinn, denn eine hochwertige Verarbeitung zahlt sich später im Bezug auf Energieverlust und Verbrauch spürbar aus.

Auch im europäischen Ausland gibt es gut verarbeitete Infrarotheizpaneele von hoher Qualität, diese unterscheiden sich im Preis jedoch kaum von hochwertigen Paneelen von erfahrenen Herstellern aus Deutschland.

3.3.3. Produkteigenschaften und individuelle Ausführungen

Je einfacher das Modell, desto günstiger, je ausgefallener die Wünsche, desto teurer die Infrarotheizung. Möchten Sie beispielsweise eine Bildheizung mit individuellem Motiv, integriertem Thermostat und einer Beleuchtung mit LED, liegt der Preis für die Heizung mit Sicherheit höher als für ein klassisches Paneel mit Stahlgehäuse.

3.3.4. TÜV und GS

Zur Qualitätssicherung von Infrarotheizungen können Hersteller ihre Paneele TÜV- und GS-geprüft anbieten. Diese Prüfungen machen durchaus Sinn, sind in der Umsetzung aber recht umfangreich und oftmals sehr teuer für die Fabrikanten. So muss jedes Modell einer Serie einzeln getestet werden und wollen die Hersteller anschließend mit dem Prüfsigeln werben, werden jährliche Gebühren für die Nutzungserlaubnis fällig. Die horrenden Summen, die für eine Prüfung dieser Art zusammen kommen, werden dann mit dem Preis für einzelne Infrarotpaneele verrechnet.

4. Heizlast und Verbrauch

4.1. Heizlast

Bevor Sie sich Infrarotheizungen anschaffen, sollten Sie unbedingt ausrechnen, wieviel Watt die Paneele aufbringen sollten. Wird an dieser Stelle nachlässig oder falsch kalkuliert, kann es sonst schnell passieren, dass die Infrarotheizungen nur schwer die gewünschten Temperaturen erreichen und die Kosten für Strom ins Unermessliche wachsen.

Zur Berechnung der Heizlast werden unterschiedliche Faktoren heran gezogen, so vor allem der Wandaufbau des Objekt, also das Material der Wände; wie gut die Isolierung ist wie viele Außen- bzw. Innenwände in den entsprechenden Räumen vorzufinden sind; wie hoch die Decken sind; wie viele Fenster vorhanden sind und wie gut diese isoliert sind und wie es um die Dämmung von Kellerdecke und Dach gestellt ist. Anhand dieser Daten kann dann prognostiziert werden, wie viel Leistung die Paneele aufbringen sollten, um effektiv heizen zu könne.

Bei Berechnung der Heizlast ist es sehr wichtig einen Puffer einzubauen und auf keinen Fall zu niedrig zu kalkulieren. Sparen Sie hier nicht an der falschen Stelle! Ansonsten wird Ihre Infrarotheizung durchgängig heizen, damit sehr viel Strom schlucken und im Endeffekt die gewünschten Temperaturen nur sehr schwer erreichen bzw. halten können.

Unser erfahrener und auf Infrarotheizungen spezialisierter Energieberater unterstützt Sie bei der Planung Ihres Kaufs! Gerne berät er Sie in Süddeutschland auch vor Ort, was den Vorteil hat, dass er so weitere Daten, beispielsweise durch eine Thermografie Aufnahme mittels Wärmebildkamera, in die Kalkulation einbeziehen kann.

Unten stehende Werte dienen als erste Orientierung, mit welchen Sie den ungefähren Wattbedarf überschlagen können.

Wenn Sie vorhaben, Infrarotheizungen im Bad zu montieren, sollten Sie bei der Kalkulation etwas großzügiger vorgehen. Dies liegt zum einen darin begründet, dass man es im Bad allgemein bis zu 4° C wärmer haben möchte als im Rest der Wohnräume, zum anderen darin, dass die meist gefliesten Wände im Badezimmer die Abstrahlwärme nicht so gut aufnehmen wie ungefließte Wände und deshalb etwas mehr Leistung benötigt wird:

4.2. Heizlast als Zusatzheizung

Bei der Verwendung von Infrarotheizplatten als Zusatzheizung sind die oben genannten Faktoren weniger ausschlaggebend. Achten Sie in diesem Fall mehr auf die für ihre Verwendung passenden Maße und eine optimale Platzierung der Paneele. Nutzen Sie die Infrarotheizung als Zusatzheizung, können Sie in etwas mit der Hälfte der oben stehenden Werte rechnen. Dennoch sollten Sie auch hier aufrunden, um effizient zu Heizen.

4.3. Wie viele Heizpaneele?

Bei Überlegungen darüber, wie viele Heizpaneele sie für Ihren Raum brauchen, sollten Sie stets im Hinterkopf behalten, dass die maximale Abstrahlweite von Infrarotheizungen 4,5 Meter beträgt. Weiter entfernte Stellen im Raum können mit nur einem Infrarotpaneel also kaum erreicht werden und die Wärme verteilt sich als Folge darauf nicht gleichmäßig. Die Abstrahlfläche ist bei der Verwendung mehrerer Heizpaneele (also beispielsweise zwei Paneele mit 500 Watt und den Maßen 90×60 cm, statt ein Paneel mit 900 Watt und 120×60 cm) meist größer.

4.4. Stromverbrauch berechnen

Infrarotheizung funktionieren, werden sie als Primärheizsystem genutzt so, dass Sie sich, ist die gewünschte Temperatur einmal erreicht, von selbst ausschalten und dann nur noch gelegentlich nachheizen um die Raumtemperatur zu halten. Werden sie als Zusatzheizungen genutzt, sind sie nur dann eingeschaltet, wenn sie punktuell gebraucht werden. Die Berechnung des Stromverbrauchs kann also nicht wie bei herkömmlichen Heizsystemen ablaufen, da Infrarotheizungen bei effizienter Nutzung nicht durchgängig angeschaltet sind. Um dennoch Werte zu erhalten, ist es möglich ein Strommessgerät an die Stromleitung der Paneele anzuschließen.

Ganz prinzipiell überschlagen Sie den Verbrauch folgendermaßen:

Wattleistung in kWh x Preis pro kWh = Kosten pro kWh

also zum Beispiel

0,7 (Paneel mit 700 Watt) x 0,25 € (Preis pro kWh) = 0,17 € pro kWh

4.5. Bei vergünstigtem Stromtarif

Viele Stromversorger bieten, vergleichbar mit Tarifen für Nachtspeicheröfen, die Möglichkeit, den Strom für Ihre Heizpaneele über eine separate Stromleitung zu vergünstigten Preisen abzurechnen. Einziger Nachteil dieser Tarife kann sein, dass es täglich zu einer kurzen Sperre kommt. Es ist aber oft möglich, den Strom zu dieser Zeit über die reguläre Leitung abzurechnen. Fragen Sie unbedingt bei Ihrem Anbieter über die Möglichkeit von Vergünstigungen nach!

5. Steuerung

Infrarotheizungen lassen sich ganz einfach über einen Ein-/Aus-Schalter bedienen. Während einige Modelle darüber hinaus über ein integriertes Thermostat verfügen, muss dieses bei anderen Modellen dazu gekauft werden.

Thermostate gibt es in einfacher und programmierbarer Ausführung. Bei einfachen Thermostaten lässt sich lediglich die Wunschtemperatur einstellen, während programmierbare Thermostate auch die Möglichkeit bietet, verschieden Zeitintervalle zu bestimmen, zu welchen sich das Paneel selbstständig ein- und ausschaltet. So können Sie beispielsweise bestimmen, dass sich Ihre Infrarotheizung eine viertel Stunde bevor Sie morgens ins Bad gehen einschaltet.

Es werden folgende Thermostate angeboten:

5.1. Steckdosenthermostate

Diese Thermostate sind sehr unkompliziert und werden einfach in eine vorhandene Steckdose gesteckt um die Infrarotheizung zu steuern. Dabei gibt es sie einfach oder programmierbar.

5.2. Fest montierter Thermostat

Fest montierte Thermostaten haben den Vorteil, dass Sie das Verbindungskabel Untersatz in der Wand verschwinden lassen können. Auch diese Thermostate gibt es einfach oder programmierbar mit mehreren optionalen Zeitintervallen.

5.3. Funkthermostat-System

Wenn keine passende Leitung zum Anschluss eines Thermostaten vorhanden ist, kann auch mit Funkthermostat-Systemen gearbeitet werden. Dazu wird ein Funk-Empfänger zwischen Kabel und Stromleitung montiert, welcher dann mit einem Thermostat an anderer Stelle verbunden ist.

6. Montieren

Infrarotheizungen lassen sich sehr einfach und unkompliziert montieren und an fast jeder erdenklichen Stelle im Haus installieren. Die meisten Modelle werden mit Aufhänge Vorrichtungen für die Wand geliefert. Möchten Sie Ihr Infrarotheizungspaneel an der Decke montieren, achten Sie beim Kauf darauf ein möglichst leichtes Modell zu wählen und sehen Sie in der Produktbeschreibung nach, ob eine Vorrichtung zur Montage an der Decke im Lieferumfang enthalten ist. Andernfalls muss dieses dazu gekauft werden.

Grundlegende Tipps zur Montage:

Wenn möglich montieren Sie das Paneel an einer Innenwand und sorgen Sie dafür, dass es eine Außenwand bestrahlt. Auf diese Weise wird die meist kalt und leicht feuchte Außenwand aufgeheizt und ausgetrocknet. Bedenken Sie hierbei jedoch, dass die maximale Abstrahlweite der Paneele in etwa drei Meter beträgt – weiter entfernte Außenwände können nicht richtig angestrahlt und durch Strahlungswärme aufgeheizt werden!

Sollte eine Anbindung in Oben beschriebener Weise nicht möglich sein, sollten Sie die Heizung stattdessen an der Außenwand anbringen, um diese durch die auf der Rückseite des Paneels entstehende Konfektionswärme, zu erwärmen und gegebenenfalls zu trocknen

Wenn Sie das Heizungspaneel etwa 20 Zentimeter über dem Boden montieren, wärmt sich dieser sehr gut auf. Auf diese Weise können Sie beispielsweise ihre Fußbodenheizung unterstützen und allgemein dafür sorgen, dass sich die Wärme über den Fußboden sehr gleichmäßig im Raum verteilt.

Bedenken Sie bei der Planung, dass die Paneele mit einem circa fünf Zentimeter großen Abstand zur Wand an dieser angebracht werden. Solche Abstandshalter sorgen dafür, dass sich auf der Rückseite des Paneels keine Hitze staut und es dadurch nicht zu Kurzschlüssen und Überhitzung kommt.

Thermostaten sollten nicht direkt über den Paneelen installiert werden, da sie sonst nicht korrekt arbeiten können.

Bedenken Sie, dass sie keine Objekt, also beispielsweise Möbelstücke, direkt vor das Heizungspaneel stellen dürfen! Ansonsten staut sich die Wärme und kann sich nicht gleichmäßig im Raum verteilen.

6.1. Montage im Bad

Möchten Sie Ihre Infrarotheizung im Bad montieren, achten Sie bitte bereits beim Kauf darauf, dass das Paneel mit Schutzklasse IP44 (Schutz vor Spritzwasser) versehen ist, und berücksichtigen Sie unbedingt untern stehende Grafik!

Im Badezimmer sollte die Installation aus Sicherheitsgründen unbedingt von einem Elektrofachmann vorgenommen werden!

6.2. Montage auf Holz

Auch die Montage auf einer Wand oder Decke aus Holz ist durchaus möglich. Da die Rückseite der Paneele höchstens 50° C heiß wird, Holz jedoch erst bei 200° bis 300° C beginnt zu brennen, besteht keine Brandgefahr! Darüber hinaus verfügt jede Infrarotheizung auf der Rückseite über einen Abstandshalter, welcher das Paneel ungefähr 5 Zentimeter von der Wand fern hält. Achten Sie beim Kauf bitte dennoch darauf, dass der Infrarotheizkörper besonders auf der Rückseite gut isoliert ist!